Fragen und Antworten rund um die Einblasdämmung mit Tonschaum.

F&A

Fragen & Antworten zu Tonschaum

Allgemein

Welche Voraussetzungen muss ein Haus erfüllen, damit es mit Tonschaum gedämmt werden kann?

Der Tonschaum wurde für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden mit zweischaligem Mauerwerk entwickelt. Der wasserbasierte Tonschaum kann in Hohlstellen eingebracht werden, die diffusionsoffen sind. Weitere Einsatzgebiete in der Gebäudehülle sind möglich.

Ich möchte mein Haus dämmen. Welcher Dämmstoff ist der Beste?

Den einen „besten“ Dämmstoff gibt es nicht – entscheidend sind Bauweise, Zustand und Anforderungen Ihres Hauses. Für Bestandsgebäude mit zweischaligem Mauerwerk ist Tonschaum eine besonders effiziente und sichere Lösung, weil er speziell für diese Anwendung entwickelt wurde. Tonschaum wird als mineralische Einblasdämmung in die vorhandene Luftschicht eingebracht, füllt sie lückenlos aus und bietet eine sehr gute Dämmleistung (λ ≈ 0,034 W/mK), hohen Brandschutz (Brandschutzklasse A2, nicht brennbar) und zuverlässigen Feuchteschutz bei gleichzeitig diffusionsoffener Bauweise.

Welcher Dämmstoff eignet sich zur Sanierung bzw. Kerndämmung eines Gebäudes (z.B. Einfamilienhaus) mit zweischaligem Mauerwerk?

Für die Sanierung von Gebäuden mit zweischaligem Mauerwerk eignet sich besonders eine Kerndämmung mit mineralischen Dämmstoffen. Dabei wird die vorhandene Luftschicht zwischen den Mauerschalen genutzt und nachträglich verfüllt – eine effiziente Lösung mit geringem baulichem Aufwand.
Bewährt haben sich insbesondere mineralische Einblasdämmstoffe wie Tonschaum, der speziell für die energetische Sanierung von zweischaligem Mauerwerk entwickelt wurde und eine schnelle, saubere und nachhaltige Dämmung im Bestand ermöglicht:
•    füllt die Hohlschicht vollständig und lückenlos aus
•    sorgt für eine sehr gute Dämmleistung (λ ≈ 0,034 W/mK)
•    ist nicht brennbar und trägt zum Brandschutz bei
•    ist wasserabweisend und gleichzeitig diffusionsoffen
•    bleibt dauerhaft stabil ohne Setzungsrisiko

Wie sieht ein Dämmkonzept für ein Gebäude mit zweischaligem Mauerwerk aus?

Ein Dämmkonzept für zweischaliges Mauerwerk basiert in erster Linie auf einer effizienten Kerndämmung der Luftschicht. Zunächst wird das Gebäude hinsichtlich Wandaufbau, Feuchtezustand und Zugänglichkeit geprüft. Anschließend wird der Dämmstoff in die bestehende Luftschicht eingebracht.
Mit Tonschaum steht dafür eine Lösung zur Verfügung, die einfach nachrüstbar ist, die Hohlräume vollständig und sicher ausfüllt, hohe bauphysikalische Anforderungen vereint und langfristig stabile Dämmwirkung liefert.

Wie unterscheidet sich Tonschaum zu herkömmlichen Einblasdämmungen?

Klassische Einblasdämmung arbeitet mit losen Flocken (z.B. Mineralwolle oder Zellulose), die in die Hohlschicht eingeblasen werden. Tonschaum wird dagegen direkt auf der Baustelle in einer Maschine aufgeschäumt, passt sich jeder Unebenheit an und füllt die Luftschicht lückenlos – auch rund um Maueranker und Mörteltaschen. Zusätzlich bietet er hervorragenden Setzungsschutz, Feuchteschutz (hydrophob und diffusionsoffen) und ist nicht brennbar.

Wer hat Tonschaum erfunden, und wie lange gibt es ihn schon?

Tonschaum wurde während acht Jahren intensiver Forschung mit über 5000 Versuchsrezepturen von BASF entwickelt und umfangreich patentiert. Seit der Markteinführung 2018 wurden bereits über 2000 Häuser mit Tonschaum gedämmt. BASF ist Hersteller der Tonschaum-Komponenten und steht den Vertriebspartnern mit Know-how und Erfahrung zur Seite. Mehr Informationen finden Sie auf cavipor.de.

Eigenschaften

Aus was besteht Tonschaum?

Tonschaum besteht aus 90% anorganischen Bestandteilen und 10% organischem Binder und ist aufgrund seines hohen mineralischen Anteils nicht brennbar. Außerdem emittiert das Produkt keine Schadstoffe – weder bei der Trocknung noch beim anschließenden Verbleib in der Hohlschicht. Da das System wasserbasiert ist und mit Luft geschäumt wird, enthält es zudem weder organische Lösungs- noch Treibmittel.

Wie ist die Dämmwirkung von Tonschaum?

Tonschaum hat einen Lambda-Wert von 0,034 W/mK und gehört der Wärmeleitgruppe 035 an – vergleichbar mit Mineralwolle und EPS.

Wie lange hält eine Dämmung mit Tonschaum?

Tonschaum bleibt dauerhaft stabil im Mauerwerk. Er schrumpft nicht, zerfällt nicht und behält seine Dämmwirkung langfristig bei. Nachträgliche Sanierungen sind deshalb nicht nötig.

Kann das Mauerwerk nach der Dämmung mit Tonschaum atmen?

Tonschaum ist hydrophob und gleichzeitig diffusionsoffen. Flüssiges Wasser bleibt draußen, Feuchtigkeit kann aber aus der Wand nach außen entweichen. So bleibt die Konstruktion atmungsaktiv.

Wie wird Tonschaum entsorgt? Kann er recycelt werden?

Tonschaum ist mineralisch und wird nach LAGA als Bauschutt (AVV 17 01 07) eingestuft. Er kann ohne aufwändige Trennung vom restlichen Bauschutt deponiert oder als Unterbaumaterial wiederverwertet werden.

Ist eine Dämmung mit Tonschaum förderfähig?

Eine Dämmung mit Tonschaum ist förderfähig. Tonschaum ist in Europa bauaufsichtlich zugelassen (ETA-19/0240) und erfüllt hohe Anforderungen an Brandschutz, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Tonschaum ist EMICODE EC1 PLUS zertifiziert und erfüllt Umweltstandards wie ISO 14025 und EN 15804, was die Förderfähigkeit zusätzlich unterstützt.

Wo finde ich Zertifizierungen?

Zertifizierungen, Zulassungen, Sicherheitsdatenblätter und weiteres finden Sie direkt auf den Websites der verschiedenen Tonschaum-Vertriebspartner.

Was kostet die Dämmung mit Tonschaum?

Der Preis hängt vom Gebäude, dem Wandaufbau, der Dicke der Luftschicht und der Zugänglichkeit ab. Für ein Angebot kontaktieren Sie bitte einen Tonschaum-Vertriebspartner.

Anwendungsgebiete

Wie kann ich mein Dach am besten dämmen?

Das Dach dämmt man am besten abhängig von Nutzung und Aufbau – z. B. über die oberste Geschossdecke, zwischen den Sparren oder als Aufsparrendämmung. Wichtig sind eine lückenlose Dämmung, Feuchtesicherheit und Brandschutz.

Mineralische Dämmstoffe wie Tonschaum erfüllen diese Anforderungen besonders gut, da sie nicht brennbar, wasserabweisend, diffusionsoffen und emissionsarm sind und sich für verschiedene Dach- und Hohlraumkonstruktionen eignen.

Welcher Dämmstoff eignet sich als Zwischensparrendämmung?

Für die Zwischensparrendämmung ist entscheidend, dass der Dämmstoff lückenlos, formstabil und feuchteregulierend ist. Da er direkt in der Dachkonstruktion sitzt, spielen außerdem Brandschutz und Materialverträglichkeit mit Holz eine wichtige Rolle.
 Ein geeigneter Dämmstoff sollte:
·    den Sparrenzwischenraum vollständig ausfüllen
·    dauerhaft formstabil bleiben (kein Absacken)
·    keinen Druck auf die Holzkonstruktion ausüben
·    feuchtigkeitsregulierend und diffusionsoffen sein
·    nicht brennbar oder schwer entflammbar sein
Für die Zwischensparrendämmung eignen sich besonders mineralische, nicht expandierende Dämmstoffe, die unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit sind und kein Setzungsrisiko aufweisen. Tonschaum erfüllt diese Anforderungen besonders gut und eignet sich daher auch für den Einsatz in Dachkonstruktionen und Holzbauten.

Wie kann ich meine Geschossdecke am besten dämmen?

Tonschaum eignet sich besonders gut zur Dämmung von Geschossdecken, wenn Hohlräume – etwa in Holzbalkendecken – vorhanden sind: Als mineralischer Ortschaum wird er ohne Staub oder Fasern über kleine Öffnungen eingebracht, fließt in sämtliche Zwischenräume und sorgt so für eine lückenlose Dämmung mit sehr gutem Dämmwert (WLG 035). Gleichzeitig ist er nicht brennbar, wasserabweisend und diffusionsoffen, wodurch ein angenehmes und dauerhaft sicheres Raumklima unterstützt wird.

Welche Dämmung eignet sich für ein denkmalgeschütztes Gebäude?

Für denkmalgeschützte Gebäude eignet sich Tonschaum besonders gut, da er als mineralischer Ortschaum über kleine Öffnungen eingebracht wird und bestehende Bausubstanz schont – ein entscheidender Vorteil bei erhaltenswerter Architektur. Durch seine Fließfähigkeit füllt er Hohlräume lückenlos aus, ohne größere Eingriffe oder Veränderungen an der Gebäudestruktur, und kombiniert dabei einen guten Dämmwert (WLG 035) mit Eigenschaften wie Diffusionsoffenheit, Nichtbrennbarkeit und hoher Umweltverträglichkeit, die für eine nachhaltige und denkmalgerechte Sanierung wichtig sind.

Nachhaltigkeit

Welche Dämmung eignet sich für nachhaltigkeitsbewusste Bauträger?

Tonschaum eröffnet als innovative Materialklasse neue Möglichkeiten für nachhaltigkeitsbewusste Bauträger - und das über den gesamten Lebenszyklus des Dämmstoffs. Bereits die Produktion erfolgt mit geringem Ressourcen-und Energieaufwand und damit niedrigem CO2-Fußabdruck. Tonschaum ist als sehr emissionsarmer Baustoff mit dem EMICODE®-Siegel EC1PLUS ausgezeichnet und erfüllt höchste Umwelt- und Gesundheitsansprüche. Zudem ist Tonschaum in der Datenbank der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erfasst, wodurch Planer direkt auf die produktspezifischen Nachhaltigkeits- und Ökobilanzdaten (wie Umweltproduktdeklarationen/EPD) für ihre Gebäudezertifizierung zugreifen können.

Tonschaum kann bei Um-oder Rückbau teilweise wiederverwendet werden – beispielsweise durch die Rückführung von aufbereitetem Material in den Produktionsprozess. Damit trägt der Dämmstoff sowohl zur Ressourcenschonung als auch zu einer nachhaltigen Gebäudesanierung bei.

Welcher Dämmstoff ist ökologisch?

Für ökologisch orientierte Bauherren und Bauträger kommen vor allem Dämmstoffe in Betracht, die langlebig, energieeffizient und ressourcenschonend sind. Eine interessante Option ist Tonschaum, ein mineralischer Dämmstoff auf Basis von Tonerde. Er verbessert die Energieeffizienz von Gebäuden, ist nicht brennbar, recyclingfähig und kann teilweise in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden. Durch seine lange Lebensdauer und seinen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs unterstützt Tonschaum nachhaltige Sanierungs- und Bauprojekte.

Welcher Einblasdämmstoff ist nachhaltig und hat einen guten Dämmwert?

Wer Wert auf Nachhaltigkeit und eine hohe Dämmleistung legt, sollte mineralische Einblasdämmstoffe wie Tonschaum in Betracht ziehen. Tonschaum verbessert die Energieeffizienz von Gebäuden und kann so den Energiebedarf für Heizen und Kühlen langfristig senken. Gleichzeitig ist das Material langlebig, nicht brennbar und recyclingfähig. Durch die Kombination aus guter Wärmedämmung (WLG 35), langer Lebensdauer und Ressourcenschonung ist Tonschaum eine interessante Lösung für nachhaltige Sanierungs- und Bauprojekte.

Verarbeitung

Wie wird Tonschaum hergestellt?

Durch das physikalische Aufschäumen einer Komponente mit Luft entsteht ein Seifenschaum, der anschließend mit den beiden anderen Komponenten vermischt wird. Dies geschieht kontinuierlich und automatisch per Knopfdruck in der Mischkammer der Maschine, unmittelbar bevor der Schaum in die Wand eingebracht wird.

Welcher Dämmstoff lässt sich einfach und schnell und ohne Gesundheitsrisiko verarbeiten?

Tonschaum ist ein besonders anwenderfreundlicher Dämmstoff, wenn es um eine schnelle und gesundheitlich unbedenkliche Verarbeitung geht: Er wird staub- und faserfrei mit einer speziellen Maschine direkt auf der Baustelle mit Luft auf das zehnfache Volumen aufgeschäumt und durch kleine Bohrlöcher in die Hohlschicht eingebracht. Dadurch eignet er sich ideal für eine saubere Baustelle und ein angenehmes Arbeitsumfeld, während gleichzeitig durch die einfache Einbringung in Hohlräume eine schnelle und effiziente Dämmung erreicht wird.

Was kostet eine Maschine?

Kontaktieren Sie bitte einen der Tonschaum-Technologiepartner für weitergehende Informationen.

Wo kann ich Tonschaum kaufen?

Tonschaum wird ausschließlich mit speziellen Maschinen von Fachbetrieben eingebracht. Wenden Sie sich für mehr Informationen an einen Tonschaum-Vertriebspartner in Ihrer Nähe.

Mit welchem Equipment lässt sich Tonschaum verarbeiten?